Notfallmedizin up2date 2013; 8(1): 3-7
DOI: 10.1055/s-0032-1324974
Ampullarium
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Intoxikationen und Antidote – Teil 1

Patrick Meybohm
,
Ruwen Böhm
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Publication Date:
27 March 2013 (online)

Fazit

Wichtigste Maßnahme ist die Beendigung der weiteren Giftzufuhr, z. B. durch medizinische Kohle. Intoxikationen können – wenn das Agens bekannt ist – manchmal mit einem spezifischen Antagonisten kausal behandelt werden, z. B. Naloxon bei Opioidvergiftung und Flumazenil bei Benzodiazepinintoxikation. Bei unbekanntem Auslöser oder fehlendem Antagonisten steht vor allem die symptomatische Therapie im Vordergrund: Ausgleich von Elektrolyten, Lidocain gegen Herzrhythmusstörungen, Midazolam zur Sedierung und Unterdrückung von Krämpfen und Myoklonien. Manche Medikamente wie z. B. trizyklische Antidepressiva blockieren verschiedene Neurotransmittersysteme und erfordern daher eine Kombination oben genannter Methoden.