Z Geburtshilfe Neonatol 2013; 217(06): 197
DOI: 10.1055/s-0033-1363259
Editorial
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

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D. Singer
1   Sektion Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin, Zentrum für Geburtshilfe, Kinder- und Jugendmedizin, ­Universitätsklinikum Eppendorf (UKE), Hamburg
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Publication Date:
20 December 2013 (online)

Liebe Leserinnen und Leser,

das vorliegende Heft der Zeitschrift für Geburtshilfe und Neonatologie (ZGN) bietet Ihnen einmal mehr einen abwechslungsreichen Rundblick über verschiedene Bereiche der Perinatalmedizin:

Auf eine „state of the art“-Review von Degenhardt et al. über Management und Prognose von echogenen Lungenveränderungen und Hydrothorax beim Feten folgen 2 interessante statistische Auswertungen aus der Deutschen Perinatalerhebung und dem German Neonatal Network: In dem Beitrag von Voigt et al. werden die zeitliche Entwicklung der mittleren Schwangerschaftsdauer in den letzten 10 Jahren sowie re­gionale Unterschiede in den Charakteristika von Neugeborenen aufgezeigt, in der Arbeit von Spiegler et al. der Zusammenhang von mütterlichem Nikotin- und Alkoholkonsum während der Schwangerschaft auf das Outcome von sehr kleinen Frühgeborenen (<1 500 g) untersucht.

Daran schließt sich eine bemerkenswerte klinische Studie aus der Neonatologie an, in der Heimann et al. mittels thermographischer Methodik zeigen, dass die während des sogenannten Kangarooings vollkommen ausgeglichene Thermoregulation von Frühgeborenen offenbar „ausgerechnet“ durch das Zurücklegen der Patienten in den Intensivpflegeinkubator nachhaltig herausgefordert wird – eine wichtige Anregung, um über die physiologische Adäquanz der üblichen Inkubatoreinstellungen neu nachzudenken!

Dieser Beitrag – und dafür sei den Autoren besonders gedankt – ist erstmals von einem ­Condensed Content begleitet, d. h. einer „Poster-artigen“ Kurzdarstellung in englischer Sprache, die künftig allen in der ZGN erscheinenden Originalarbeiten (auch den in deutscher Sprache verfassten) beigefügt werden soll. Da der Condensed Content vom Verlag für den Online-Zugang freigeschaltet wird, dürfte sich die Zitatfrequenz von in der ZGN erscheinenden Originalarbeiten deutlich erhöhen, was auch dem wiedergewonnenen Impact-Factor (siehe Editorial 5/2013) sehr zugute kommen wird.

In diesem Zusammenhang sei auf die überarbeiteten Autorenhinweise hingewiesen, die auf der Homepage der Zeitschrift (http://www.thieme.de/zgn) abgerufen werden können. Beachten Sie bitte auch, dass Manuskripte für die ZGN künftig nur noch online eingereicht werden können – was den Reviewprozess wesentlich vereinfachen und damit beschleunigen wird (siehe dazu die Informationen auf Seite 202 und Seite 231 ff.).

Am Schluss dieses Heftes finden sie – neben einem weiteren bemerkenswerten Fall in der Rubrik „Perinatalmedizin in Bildern“ – noch einen spannenden Beitrag „aus der Geschichte der Perinatalmedizin“, abermals verfasst von dem für seine profunden historischen Kenntnisse und seinen schier unerschöpflichen Schatz an seltenen Quellen ausdrücklich zu bewundernden Kollegen Prof. Volker Lehmann.

Wir, die Herausgeber und der Verlag, hoffen, dass wir mit diesem Heft, vor allem aber mit der im zurückliegenden Jahr Schritt für Schritt umgesetzten Neukonzeption der Zeitschrift Ihr geschätztes Interesse wecken und die ZGN als lebendiges Kommunikationsorgan der deutschsprachigen Perinatologie reetablieren können.

In diesem Sinne möchten wir Sie zur Mitarbeit ermuntern und dürfen Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche Vorweihnachtszeit, einen geruhsamen Jahreswechsel und ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr 2014 wünschen.

Im Namen des Verlages und des Herausgeber-Teams,

Ihr

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Dominique Singer