RSS-Feed abonnieren
DOI: 10.1055/s-0031-1280562
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York
Massive Thoraxwandschwellung bei einem beatmeten Intensivpatienten
Rapid thoracic swellingPublikationsverlauf
Publikationsdatum:
14. Juni 2011 (online)

Zum Mediquiz in DMW 13/2011 (Fall 2998)
Zu dem Quiz-Fall möchte ich gern Folgendes anmerken. Die mit „2” markierte Thoraxdrainage [1] zeigt keine Fehllage im Lungenparenchym, sondern liegt im großen Lappenspalt und damit im Pleuraspalt. Der Eintritt in den Lappenspalt ist in Abb. 2 gut erkennbar, in Abb. 1 ist der Lappenspalt aber auch als feine Linie medial und lateral der Drainage zu sehen. Als Ursache des Pneumothorax kommt die Drainage damit wohl eher nicht in Betracht, allerdings kann bei bestehendem Pneumothorax die Drainage bei Fistelung das Thoraxwandemphysem verursachen.
Dass eine Drainage bei der Anlage in den Lappenspalt rutscht, ist nicht selten und bei der Anlage auch nicht immer zu verhindern. Die Lage im Lappenspalt ist allerdings in der Regel uneffektiv und damit unerwünscht, da sich die Drainage unter Sog an die angrenzenden Lungenlappen anlegt und damit weder den ventralen Pneumothrax noch den dorsalen Pleuraerguss ausreichend drainiert.
Literatur
- 1 Dahlem K M, Nia A M, Gassanov N, Er F. Massive Thoraxwandschwellung bei einem beatmeten Intensivpatienten. Dtsch Med Wochenschr. 2011; 136 635-636
Dr. med. Markus Wingen
Chefarzt des Instituts für Radiologie
Heilig
Geist-Krankenhaus Köln-Longerich
Graseggerstr.
105
50737 Köln
Telefon: 0221/7491-8274
eMail: wingen@hgk-koeln.de