Urologie Scan 2016; 03(04): 272-273
DOI: 10.1055/s-0042-119461
Diskussion
Harnsteinleiden
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Erfolgreiche endoskopische Behandlung von Nierensteinen

Die erste Beschreibung der flexiblen Ureteroskopie als Behandlungsmöglichkeit für Nierensteine datiert bis in die späten 1980er-Jahre zurück. Trotzdem blieb lange Zeit die extrakorporale Stoßwellenlithotripsie das Verfahren der Wahl, aber mittlerweile haben technische Verbesserungen die Endoskopie zu einer echten Alternative gemacht. Italienische Mediziner stellen ihre Erfahrungen damit vor.
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Publication Date:
01 December 2016 (online)

Fazit

Nach diesen Daten führt bei Patienten mit Nierensteinen eine flexible Ureteroskopie mit Laserlithotripsie zu zufriedenstellenden Ergebnissen, so die Autoren. Mittlerweile empfiehlt auch die europäische Fachgesellschaft bei allen Steinen unter 2 cm Durchmesser das endoskopische Vorgehen statt wie bisher die extrakorporale Lithotripsie als primäre Maßnahme. Dabei werden verschiedene Maßnahmen derzeit noch kontrovers diskutiert, etwa die routinemäßige präinterventionelle Stentplatzierung und die Einlage einer Ureterschleuse zum Schutz des Harnleiters. Zukünftige prospektive Studien sollten diese und andere Schritte untersuchen.