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DOI: 10.1055/a-2775-7412
Liebe Kolleginnen und Kollegen des Forschungsnetzwerks der DGPM,
Unter dem Leitgedanken „Ein Ziel, viele Wege“ ging der 32. DGPM-Kongress in Berlin am 13.12.2025 nach drei intensiven Tagen des Dialogs und Diskussion zu Ende. Mehr als 330 wissenschaftliche Beiträge wurden von Kolleginnen und Kollegen aus den Fachbereichen der Perinatalen Medizin vorgestellt. Unter 30 beste Abstracts und etwa 220 Kurzvorträgen, die in verschiedenen Sitzungen präsentiert wurden, wurden drei Preisträgerinnen durch die Sitzungsvorsitzenden und einer Jury des DGPM-Vorstands ausgewählt. Besonders gefreut hat uns, dass die drei Preisträgerinnen die drei großen Fachprofessionen vertreten, die unsere Gesellschaft ausmachen, die Hebammenwissenschaft, Geburtsmedizin und Neonatologie!
Die Preise, die mit jeweils 600 € dotiert waren, gingen an:
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Preis: Johanna Brückner, Tübingen, für den Beitrag „Frühgeborene mit BPD: Neurokognitive Entwicklung im Alter von 2 Jahren und Körperzusammensetzung im Grundschulalter.“
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Preis: Dr. med. Elena Jost, Bonn, für den Beitrag „Wie erleben Frauen mit Vorerkrankungen
Schwangerschaft, Geburt und Muttersein?“
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Preis: Anna Maria Rath, Graz, für den Beitrag „Interprofessional Collaboration in Maternity Care: Results from a Survey using the IC Scale“.
Das Forschungsnetzwerk präsentierte sich durch Studienassistenz Lilly Bukowski und Corinna Fruth mit einem Stand auf der Industrieausstellung. Dort wurden Besucher des Kongresses mit Polaroid-Fotos überrascht und um Mitarbeit bei Umfragen zu verschiedenen Themen gebeten.
Gerne können Sie an den Umfragen zu Entbindungskriterien bei Präeklampsie, Management bei PROM und vaginaler Besiedlung mit GBS weiter teilnehmen:
Darüber hinaus haben wir unser 3. Netzwerktreffen in Präsenz im Rahmen der wissenschaftlichen Sitzung „Wir forschen für die Zukunft“ gehalten, in der Akteure des Netzwerks ihre Arbeit der vergangenen zwei Jahre vorstellten.
Uli Pecks, Würzburg, stellte die CARE-Studie für Katrina Kraft vor, welche mit mehr als 500 eingeschlossenen Patientinnen mit einer sekundären oder Notfall-Cerclage nun final ausgewertet wird.
Kristin Andresen, Kiel, demonstrierte einen aktuellen Auszug aus der CRONOS-Studie, bei der Laborparameter als prädiktive Marker für schwere COVID-19-spezifische Ereignisse oder ungünstige perinatale Outcomes verwendet wurden. Gemeinsam mit Nadine Mand, Marburg, stellte Sie Aspekte der Post-CRONOS-Befragung der Frauen nach COVID-19 in der Schwangerschaft vor. Besonders hervorzuheben ist die Nachuntersuchung der Kinder im Rahmen der CRONOS-Kids-Studie durch die AG von Nadine Mand. Besonders dürfte die Kinder das SARShorn Covi erfreut haben, dass bei den Untersuchungen und in Begleitung der Studentischen Hilfskräfte und Doktorandinnen immer dabei war. Informationen zum Projekt CRONOS Kids sind auf der Homepage https://cronos-kids.de zu finden.
Lars Brodowski stellte die AsSeDePre32 Studie dar, bei der Daten von Frauen mit Präeklampsie vor 32 Schwangerschaftswochen erfasst werden und welche der Frage nachgeht, bei welcher Symptomkonstellation die Indikation zur Entbindung gestellt wird.
Die Plattform wurde auch Frau Meike Blecker der FU Berlin überlassen, für die Vorstellung ihres Projektantrags „FRIDA – Früherkennung und Intervention bei postpartaler Depression – ein Blended Care-Ansatz“, zu dem noch Geburtskliniken als Rekrutierungszentren gesucht werden. Bei Interesse melden Sie sich gerne bei: Prof. Dr. Sarah Schumacher, Health and Medical University Potsdam, oder Dr. Anna Linda Leutritz, Uniklinikum Würzburg.








Als Stipendiatsträgerin des Forschungsstipendiums der DGPM 2023 durfte Silke Große, Jena, die Ergebnisse vorstellen zu ihrer „Untersuchung der molekularen Wirkmechanismen des NO-Donors PETN auf die Regulation von zellulärem Stress.“
Carsten Hagenbeck, Düsseldorf, stellte das neue Register der ICP-Studie vor, bei der Daten zu schwangeren Frauen mit intrahepatischer Cholestase erhoben werden soll. Dieses Register wird durch die DGPM mitfinanziert und unterstützt.
Mario Rüdiger berichtete über die Analyse von Verlegungen von Kindern mit Asphyxie/Hypothermie, eine Struktur-Analyse aus Controlling-Daten, und Ulrich Pecks schloss schließlich mit einem neuen Projekt der DGPM zur Erfassung von verlegten Kindern und Müttern aus externen Einrichtungen im Zusammenhang mit Komplikationen bei Geburt.
Über die Darstellung auf dem Kongress hinaus hat das Forschungsnetzwerk sich im vergangenen Jahr regelmäßig etwa alle zwei Wochen Dienstag abends im Zoom getroffen. Weitere Meetings fanden mitunter in Würzburg und Kiel in Präsenz statt. Die Treffen waren von regem Austausch der Netzwerk-AG geprägt sowie Projektplanungen und Koordination der Umsetzung unserer Forschungsthemen. Diese Kern-AG im DGPM-Forschungsnetzwerk bildet nun eine tragende Säule in der Logistik und Infrastruktur der Forschungsorganisation innerhalb der DGPM und lädt alle Mitglieder zur Mitarbeit ein. Innovative Forschungsanträge in der Versorgungsforschung an oder Schnittstelle der Disziplinen aus Geburtshilfe und Neonatologie werden logistisch und finanziell durch die DGPM unterstützt. Antragsteller profitieren dabei auch durch die Netzwerk-Expertise im DGPM-Forschungsnetzwerk.
Näheres zur Forschungsförderung finden Sie hier: https://www.dgpm-online.org/gesellschaft/forschung/forschungsfoerderung/
Bei Interesse an unseren Projekten können Sie jederzeit über studienassistenz@dgpm-online.org mit uns in Kontakt treten.
Das Forschungsnetzwerk wünscht einen guten Start im Jahr 2026.
Für das Forschungsnetzwerk der DGPM, Prof. Ulrich Pecks, Prof. Mario Rüdiger, Lilly Bukowski und Corinna Fruth
Autorinnen/Autoren
Prof. Dr. med. Ulrich Pecks, 2. Schriftführer der DGPM
Prof. Dr. med. Mario Rüdiger, Präsident der DGPM
Publication History
Article published online:
09 February 2026
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