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DOI: 10.1055/a-2727-2835
Antwort
Authors
Die internistische Thorakoskopie/Pleuroskopie hat beim malignen Pleuraerguss einen Stellenwert – sowohl diagnostisch als auch therapeutisch. Da stimmen wir Ihnen zu und sind Ihnen dankbar für Ihre ergänzenden Ausführungen. Wir haben in unserem Artikel die videoassistierte Thoraxchirurgie (VATS) näher beschrieben, da unserer Ansicht nach dieses Verfahren signifikant häufiger durchgeführt wird als die internistische Thorakoskopie.
Die (Muster-)Weiterbildungsordnung (MWBO) der Bundesärztekammer sowie die Landesregelungen für das Gebiet Innere Medizin und Pneumologie führen z. B. unter den Anforderungen zur Weiterbildung aus, dass eine Einrichtung u. a. folgende Verfahren vorhalten muss: „Thorakoskopie (ggf. in Kooperation mit Thoraxchirurgie)“. Unseres Wissens nach wird keine spezifische Richtzahl für die internistische Thorakoskopie (z. B. Anzahl selbst durchgeführter Eingriffe) wie z. B. in der WBO der Bayerischen Landesärztekammer für das Gebiet Innere Medizin und Pneumologie gefordert. Folglich mögen nur noch speziell ausgebildete, interventionelle Pneumologen*innen über Kenntnisse und Fähigkeiten der internistischen Thorakoskopie verfügen.
Die VATS hingegen ist ein absoluter Standardeingriff in der Thoraxchirurgie und wird in thoraxchirurgischen Einrichtungen i. d. R. täglich bis mehrmals täglich durchgeführt. Entsprechend müssen gemäß der WBO zum Facharzt für Thoraxchirurgie hohe Richtzahlen erfüllt werden. Somit ist die Expertise bei der VATS in thoraxchirurgischen Einrichtungen definitiv vorhanden und wird daher auch bevorzugt angewendet.
Prof. Dr. med. Michael Ried und
Prof. Dr. med. Hans-Stefan Hofmann, Regensburg
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Article published online:
21 January 2026
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