Senologie - Zeitschrift für Mammadiagnostik und -therapie 2019; 16(02): e27
DOI: 10.1055/s-0039-1688018
Abstracts
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

„Lachen hilft!“ Verbesserung der Lebensqualiät von Brustkrebspatientinen durch Anwendung von Lachyoga

R Lewin
1   Universitätsklinik Düsseldorf, Frauenheilkunde, Düsseldorf, Deutschland
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
28. Mai 2019 (online)

 
 

    In einer 10-wöchigen Studie mit wöchentlichen Anwendungen eines strukturierten Lachyoga-Programmes von 60 Minuten wurden 2 Gruppen mit je 20 Patientinnen untersucht. Es wurde die Lebensqualität, Lebenszufriedenheit, Spiritualität, Depressivität, positive und negative Affekte sowie auch Stress mittels Fragebögen gemessen. Die Messzeitpunkte waren unmittelbar vor und nach Intervention und 6 Monate nach Interventionsbeginn (Prä/Post/follow-up). Untersucht wurde mit international validierten Messinstrumenten. Für die globale Lebensqualität FACT-B (Functional Assessment of Cancer Treatment-B mit Zusatzfragen für Brustkrebspatientinnen), für die Spiritualität FACIT-Sp (Functional Assessment of Chronic Illness Treatment-Spirituality), für Affekte PANAS (Positve and Negative Affect Scale), für die Lebenszufriedenheit SWLS (Satisfaction With Life Scale), für die Depressivität BDI (Beck Depression Inventory), für Stress das PSS-10 (Perceived Stress Scale) und das Distress-Thermometer mit Problembereichsangabe NCCN (National Comprehensive Cancer Network in deutscher Version). Die Analyse erfolgte statistisch mittels SPSS.

    Ergebnisse Prä zu Follow-up:

    es fanden sich signifikant günstigere Scores für körperliches Wohlbefinden und Funktionalität. Die globale Lebensqualiät (FACT-B) hatte ein signifikant günstigeres Ergebnis. Für Spiritualität (FACIT-SP) fanden sich im Bereich „Frieden“ und „Glauben“ signifikant günstigere Score. Die Lebenszufriedenheit (SWLS) hatte im Gesamtwert einen signifikant positiven Score. Im Bereich Affekte (PANAS) fanden sich keine signifikanten Veränderungen. Allenfalls der Bereich „negative Affekte“ zeigte einen positiven Trend. Der Depressivitätsindex (BDI) zeigte eine signifikant positive Veränderung. Die subjektive Stresswahrnehmung (PSS-10) wies signifikant positive Veränderungen auf. In den Stress-Problembereichen (NCCN) gab es für „körperliche Probleme“ signifikant pos. Veränderungen, während es in den Problembereichen „emotionale Probleme“, „praktische Probleme“, „familiäre Probleme“ und „spirituelle Probleme“ keine signifikanten Veränderungen gab.


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