Geburtshilfe Frauenheilkd 2026; 86(02): 117-118
DOI: 10.1055/a-2770-5667
DGGG

Chronische Hauterkrankung im Genitalbereich – Neue Leitlinie zu Lichen sclerosus empfiehlt Kortikoidtherapie als Mittel der 1. Wahl

Juckende oder schmerzende Rötungen im Genitalbereich, eine Aufhellung der Genitalhaut und narbige Veränderungen der Genitalarchitektur kennzeichnen den Lichen sclerosus (LS). Die Symptome der chronisch verlaufenden, entzündlichen und nicht-infektiösen Dermatose sind für Betroffene (Frauen, Männer und Kinder) sehr belastend. Die klinischen Symptome und Komplikationen mindern die Lebensqualität. Die neue S3-Leitlinie zu Lichen sclerosus, die unter der gemeinsamen Federführung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft e. V. (DDG) und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. (DGGG) entstanden ist, will Fachleute und Laien für die Erkrankung sensibilisieren. Nur durch eine frühe Diagnose und eine Therapie mit hochpotenten topischen Glukokortikoiden kann die Krankheitskontrolle verbessert werden.



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Article published online:
11 February 2026

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