Allgemein- und Viszeralchirurgie up2date 2026; 20(01): 33-53
DOI: 10.1055/a-2596-7670
Interventionelle und diagnostische Endoskopie

Benigne Gallenwegserkrankungen

Authors

  • Peter Sauer

    1   Interdisziplinäres Endoskopie Zentrum, Universitätsklinikum Heidelberg, Heidelberg
  • Philip Puchas

    2   Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie, Infektionskrankheiten, Vergiftungen, Universitätklinikum Heidelberg, Heidelberg
  • Christine Zhang-Hagenlocher

    1   Interdisziplinäres Endoskopie Zentrum, Universitätsklinikum Heidelberg, Heidelberg
  • Marcus Kantowski

    1   Interdisziplinäres Endoskopie Zentrum, Universitätsklinikum Heidelberg, Heidelberg

Das Spektrum der benignen Gallenwegserkrankungen reicht von Steinen bis zu autoimmunen und ischämischen Pathologien. Der Beitrag diskutiert aktuelle Leitlinien, Pathogenese, differenzialdiagnostische Herausforderungen, endoskopische Strategien und neue Therapieansätze.

Kernaussagen
  • Benigne Gallenwegserkrankungen reichen von der Choledocholithiasis bis zur PSC. Typisch ist die biliäre Obstruktion mit Cholestase und Cholangitis.

  • Endoskopische Verfahren sind zentral, aber komplikationsbehaftet.

  • Die EUS und die MRCP sind diagnostisch der ERCP überlegen.

  • Asymptomatische Steine bergen hohes Komplikationsrisiko.

  • Die PBC betrifft vor allem Frauen, die PSC eher Männer und ist in 60–80 % der Fälle mit einer CED verknüpft.

  • Ursodesoxycholsäure ist die Standardtherapie bei PBC.

  • Bei der PSC sind endoskopische Interventionen bei Stenosen leitliniengerecht.

  • Nach ERCP sind Pankreatitis und Blutungen die häufigsten spezifischen Risiken.



Publication History

Article published online:
09 February 2026

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