Laryngorhinootologie 1990; 69(8): 421-425
DOI: 10.1055/s-2007-998221
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Zur Meßgenauigkeit und Vergleichbarkeit der anterioren Rhinomanometrie und der Ganzkörperplethysmographie bei der Nasenwiderstandsbestimmung

Untersuchungen an einem mechanischen Modell*Accuracy of Measurement and Comparability of Anterior Rhinomanometry and Whole Body Plethysmography in Determination of Nasal ResistanceH. Lenders, D. Walliser, K. Schumann
  • Abteilung Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (Leitender Arzt: OTA Prof. Dr. K. Schumann), Bundeswehrkrankenhaus Ulm (Chefarzt: OTA Dr. S. Spahn), Akademisches Krankenhaus der Universität Ulm
* Auszugsweise vorgetragen auf der 58. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Bad Neuenahr 31.5.1987-4.6.1987.
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Publication Date:
29 February 2008 (online)

Zusammenfassung

Die Meßgenauigkeit der anterioren Rhinomanometrie und Ganzkörperplethysmographie bei der Nasenwiderstandsbestimmung wurde an einem mechanischen Modell überprüft. Mit der Ganzkörperplethysmographie ist die Erfassung des nasalen Widerstandes präzise möglich. Der Absolutfehler für das benützte Gerät liegt im gesamten Bereich unter 5 %. Die anteriore Rhinomanometrie nach Bachmann (2) ist in der Lage, die Druck-Volumen-Beziehung der Nase exakt wiederzugeben. Bei der Registrierung mittels X-Y-Schreiber liegt auch hier der Absolutfehler unter 5 %. Das Gerät der Firma EVG erlaubt auch eine mikroprozessorgesteuerte Auswertung. Dabei wird der zugehörende Volumenstrom bei den Druckwerten 75, 150 und 300 Pa gemessen. Inkonstanzen des Atemstromes bewirken gelegentlich Abweichungen vom idealen Kurvenverlauf bei der Druck-Volumenstrom-Aufzeichnung. Liegen diese Abweichungen zufällig auf den genau definierten Auswertepunkten, so führt dies zu Ergebnissen, die für den gesamten Kurvenverlauf fälschlicherweise als repräsentativ angenommen werden. Dieser Auswertefehler ist zwischenzeitlich korrigiert worden: Die Druck-Volumen-Kurve wird an den Auswertepunkten interpoliert. Aufgrund unterschiedlicher Auswertetechnik sind die Ergebnisse der einzelnen Meßmethoden zur Erfassung des nasalen Widerstandes in der Praxis nicht vergleichbar. Wir empfehlen deshalb, bei jeder Meßmethode zusätzlich zu den üblichen Auswerteergebnissen den mittleren nasalen Widerstand zu ermitteln. Dies ist heute durch Mikroprozessoreinsatz problemlos möglich.

Summary

The degree of accuracy of anterior rhinomanometry and the Plethysmographie method in determining nasal resistance was examined in a mechanical model. The Plethysmographie method allows a precise estimation of nasal resistance. It was found that the absolute variation of the plethysmographically measured values is not greater than 5 %. Anterior rhinomanometry as described by Bachmann (2) allows a valid estimation of the pressure-flow relation. Here, too, inaecuraey remains within a range of 5 % if the values are recorded with an X-Y-plotter. With the system developed by EVG, a microprocessor-controlled analysis is also possible. The flow rate is measured at pressure rates of 75, 150, and 300 Pa. Inconstancies in respiratory flow cause deviations from the correct pressure-flow graph. Should these deviations accidentally eoineide with the predefined points of evaluation these erroneously achieved results will be assumed to be representative for the whole graph. This analytical fault has meanwhile been corrected by interpolating the points at the predefined pressure rates. Due to the differences in analytic techniques the methods of determining nasal restistance are not comparable in practice. The authors therefore recommand that, in addition to the usual results of analysis, average value of nasal resistance be determined for each measuring procedure. Today, this can be done without any problem by using microprocessors.