Handchir Mikrochir Plast Chir 2001; 33(4): 258-261
DOI: 10.1055/s-2001-16592
Originalarbeit

Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Durchblutungsmonitor von freien vaskularisierten Lappen am Beispiel der Hypopharynxrekonstruktion

Viability Monitor of Free Flaps in Hypopharynx ReconstructionA. H. Schwabegger1 , C. Gschnitzer1 , A. Gunkel2 , C. Pototschnig2 , D. Öfner3 , M. Ninković1
  • 1 Universitätsklinik für Plastische und Wiederherstellungschirurgie (Vorstand: Univ.-Prof. Dr. H. Piza), Ludwig-Boltzmann-Institut für Qualitätssicherung in der Plastischen und Wiederherstellungschirurgie, Innsbruck
  • 2 Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (Vorstand: Univ.-Prof. Dr. W. Thumfart), Innsbruck
  • 3 Universitätsklinik für Chirurgie Innsbruck, Abteilung für Allgemeinchirurgie (Vorstand: Univ.-Prof. Dr. E. Bodner)
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Publication Date:
23 August 2001 (online)

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Zusammenfassung

Einzeitige mikrovaskuläre Gewebetransplantation mit Jejunum oder fasziokutanen Lappen zur Rekonstruktion von ausgedehnten Defekten im Halsbereich nach Laryngektomie gehören zu den etablierten Rekonstruktionsmöglichkeiten. Da der freie Lappen im Falle einer Erhaltung der gesamten Halshaut unter ihr „vergraben“ liegt, gestaltet sich die postoperative Durchblutungskontrolle entsprechend schwierig. Als Alternative zu apparativen Messmethoden wird hier eine einfache Möglichkeit der Vitalitätskontrolle vorgestellt. Dabei wird ein Anteil des transplantierten Jejunums als Monitor transkutan ausgeleitet oder bei fasziokutanen/myokutanen Lappen eine Hautinsel gebildet, die in die Halshaut eingenäht wird. Diese Methode ist nicht neu, jedoch gewinnt sie bei derzeit noch beschränkter Zuverlässigkeit und Handhabung von rein technischen Hilfsmitteln für Rekonstruktionen, beispielsweise in der Halsregion, wieder an Beliebtheit. Wir berichten über die Anwendung bei drei autologen Dünndarmtransplantaten, bei einem Oberarmlappen und einem myokutanen Rectus abdominis-Lappen zur Hypopharynx- und Pharynxrekonstruktion.

Summary

Single-stage microvascular reconstruction of neck defects with jejunum or other free flaps are well established methods. However, these flaps usually are buried subcutaneously and viability surveillance is difficult. Alternatively to technical monitoring devices, we present a simple method using a “sentinel” part of the free jejunum flap transposed outside to the skin surface or sutured into the skin when using fasciocutaneous or myocutaneous flaps. Although this method is not new, it is rarely used. Compared to pure technical monitoring devices, it is easily performed and monitoring of buried free flaps especially in the neck region is reliable.