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DOI: 10.1055/s-0042-123591
Ultraschall oder Elektrophysiologie zur Diagnostik des Karpaltunnelsyndroms?
Publikationsverlauf
Publikationsdatum:
01. Juli 2017 (online)
Wegen der Häufigkeit des Karpeltunnelsyndroms (KTS) ist eine exakte und rechtzeitige Diagnosestellung wichtig. Dies geschieht meistens durch Messung der Nervenleitgeschwindigkeit (NLG), deren Aussagewert aber umstritten ist. Eine andere Möglichkeit ist die sonografische Messung der Querschnittsfläche des pathologisch verdickten N. medianus. Pulikkottil et al. untersuchten, ob eine Korrelation zwischen des Ergebnissen beider Messungen besteht.
Die Studie zeigt eine positive Korrelation zwischen der Querschnittsfläche des N. medianus und der distalen sensorischen und motorischen Latenz. Sie zeigt laut den Autoren aber nicht, ob eine der beiden Untersuchungsmethoden den klinischen Zeichen und Symptomen des KTS exakt entspricht. Wahrscheinlich würden sie zwei verschiedene Manifestationen eines Krankheitsprozesses messen. Weitere Forschung sei erforderlich, um zu definieren, welche Untersuchung das Stadium des KTS am besten bestimmt.