Zusammenfassung
Die antifibrinolytische Aktivität der e-Aminocapronsäure ist an ihre freie Aminound Carboxylgruppe und an den Abstand dieser beiden Gruppen voneinander gebunden. Substitutionen an beiden Gruppen oder Veränderungen ihres Abstandes führen zu einer Verminderung der antifibrinolytischen Aktivität. Zyklische Verbindungen sind ebenfalls antifibrinolytisch aktiv, wenn sie eine terminale Aminound Carboxylgruppe in einem entsprechenden Abstand voneinander besitzen. Derartige Verbindungen sind die p-Aminomethylbenzoesäure und ihre hydrierte Form, die 4-Aminomethylcyclohexancarbonsäure-(l), wobei sich die p-Aminomethylbenzoesäure (PAMBA) als die stärkste der bisher bekannten antifibrinolytisch wirksamen Substanzen erwies. Ihre Wirkung beruht auf einer Blockade der Plasminogenaktivierung.