Gesundheitswesen 2013; 75(12): 848-852
DOI: 10.1055/s-0033-1337995
Originalarbeit
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Ein Weg aus dem Dickicht des Formulardschungels bei der Einleitung von Anschlussrehabilitation bzw. Anschlussheilverfahren

Simplifying Post-Treatment Rehabilitation Claim Forms
K. Ballüer
1   Medizinische Hochschule Hannover
,
D. Rohland
2   Medizinischer Dienst der Krankenversicherung Niedersachsen
,
W. Seger
2   Medizinischer Dienst der Krankenversicherung Niedersachsen
,
C. Egen
1   Medizinische Hochschule Hannover
,
A. Tecklenburg
1   Medizinische Hochschule Hannover
,
C. Gutenbrunner
1   Medizinische Hochschule Hannover
› Author Affiliations
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Publication History

Publication Date:
15 April 2013 (online)

Zusammenfassung

Für die Beantragung und Bewilligung von Anschlussheilbehandlung und -rehabilitation kommt eine breite Vielfalt von Antragsformularen zum Einsatz. Auf den verschiedenen Handlungsebenen der Klinikmitarbeiter, der Sachbearbeiter der Kostenträger und deren Gutachtern sowie auch der Politik führt die Formularvielfalt zu organisatorischen und steuerungsrelevanten Problemen, die von den Autoren als mittel- oder unmittelbare Vertreter der Ebenen benannt werden. Aus den Ergebnissen empirischer Untersuchungen bestehender Formulare leitet sich als Lösungsansatz die kostenträgerübergreifende Vereinheitlichung der Anträge sowie auch deren notwendige Inhalte ab. Die Beschreibung des idealtypischen Vorgehens für die Erstellung eines bundesweit sowohl von allen gesetzlichen Krankenkassen und als auch von der Rentenversicherung akzeptierten und auf Seiten der Indika­tion stellenden Kliniken strukturell und prozessual optimierten Antragsformulars verdeutlicht den damit verbundenen Aufwand. Angesichts der Vorteile hinsichtlich der Verbesserung der Versorgungsqualität und Hebung von Effizienzreserven appellieren die Autoren an die relevanten Akteure des Gesundheitswesens, sich für das zwar aufwendige, aber realisierbare Vorhaben der Entwicklung eines einheitlichen Antragsformulars zu öffnen und es sich zum konsequent zu verfolgenden Ziel zu machen.

Abstract

Many different claim forms are used when starting rehabilitation following inpatient treatment, resulting in high administrative overheads for hospital staff, financial institutions and government agencies as well as patient allocation inefficiencies. We describe the problems ensuing on multiple and incompatible claim forms. On the basis of a survey of extant forms, we describe the content of a unified claim form that can be accepted by all insurers and which is optimised for hospital use. A model procedure for the development of a nationwide unified claim form allows for the assessment of the task’s complexity and duration. Nevertheless, quality of care and efficiency considerations support a recommendation of standardisation of rehabilitation claim forms. On this basis the authors appeal to all relevant health-care players to enter into the enterprise of standardisation and to pursue this goal ­consistently.