Zusammenfassung
Problemlöse-Ansätze werden in zahlreichen Interventionen für pflegende Angehörige angewendet. Selten wird in Studien berichtet, welche Problembereiche bearbeitet wurden. Diese Arbeit bezieht sich auf die 3-monatige Hauptinterventionszeit eines telefonbasierten Problemlösetrainings für pflegende Angehörige älterer Schlaganfall-Betroffener (TIPS-Studie). Die vorgestellten Daten wurden an 47 Pflegenden erhoben, die ihre Partner (n=42) oder (Groß-)Eltern (n=5) pflegten. Die Ergebnisse zeigen, dass durch die Bearbeitung von vom Pflegenden priorisierten Alltagsproblemen mit wenigen Kontakten wirkungsvolle Verbesserungen der Pflegebelastung erreicht werden konnten. Belastungen, die als wenig kontrollierbar empfunden wurden und ein eher emotionsfokussiertes Coping erfordert hätten, wurden dagegen vergleichsweise selten aufgegriffen. Möglichkeiten der Anpassung des Ansatzes und der Umsetzung im Rahmen der Pflegeberatung durch andere Berufsgruppen werden diskutiert.
Abstract
Problem-solving therapies for family caregivers have been described for different dyads and care recipients with various chronic conditions. Only little attention is directed to the specific topics worked on with informal caregivers. This study focuses on the intensive intervention period of 3 months of an individualized mainly telephone-based problem-solving training for informal carers of stroke survivors (TIPS-Study). We present data of 47 strained caregivers who cared for their spouses and partners (n=42) or (grand-)parents (n=5). Results show that effective changes in burden can be achieved with only few contacts concentrating on problems that can be controlled by problem-focused coping mechanisms. Problems that require emotion-focused coping were processed rarely. Future perspectives of the approach are discussed.
Schlüsselwörter
Problemlöse-Ansatz - Kartensortieren - pflegende Angehörige - Schlaganfall-Betroffener
Keywords
problem-solving - card-sorting - caregiver - stroke survivor