TumorDiagn u Ther 2013; 34(2): 110
DOI: 10.1055/s-0032-1319327
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Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Pro und Contra einer Therapieoptimierung – Das geriatrische Assessment

Johannes Wetzstein
,
Thomas Beinert
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Publication Date:
21 March 2013 (online)

Die geriatrische Onkologie hat die Aufgabe, neben der malignen Erkrankung auch die zumeist chronischen, in ihrer Progression bestenfalls aufhaltbaren Leiden zu behandeln und damit einen möglichst hohen Grad an Selbstständigkeit und Mobilität zu erhalten. Diese Therapie schafft unter Umständen erst die Vorraussetzung, dass eine gegen die maligne Erkrankung gerichtete Behandlung toleriert wird. Sie begleitet die Anti-Tumor-Behandlung beim geriatrischen Patienten und gewährleistet durch Erhaltung von Selbstständigkeit und Mobilität die zentralen Bedürfnisse und damit die Lebensqualität im Alter.

Die geriatrische (Hämato-)Onkologie charakterisiert zunächst diese älteren Patienten mit geriatrietypischen Einschränkungen: Der Abbau funktioneller Organreserven, steigende Prävalenz von Komorbiditäten und das Schwinden sozialer und ökonomischer Ressourcen mit verminderter Stresstoleranz und damit eingeschränkter Therapiefähigkeit führen zu einer drastisch steigenden Mortalität.