Dialyse aktuell 2011; 15(4): 232-233
DOI: 10.1055/s-0031-1279918
Forum der Industrie

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6. Interaktives Nephrologisches Experten-Forum in Frankfurt – Phosphat im Mittelpunkt des Verkalkungsgeschehens

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Publikationsdatum:
10. Mai 2011 (online)

 

Seit Langem ist Phosphat als ein "Kalzifizierungspromotor" bekannt. Ein hoher Serumphosphatspiegel begünstigt die Entstehung von Gefäß- und Weichteilverkalkungen und ist mit einer deutlich erhöhten Mortalität der Patienten assoziiert [1]. Recht neu ist hingegen die Erkenntnis, dass hohes Phosphat - und eben nicht wie bislang angenommen ein Mangel an 1,25-OH-Vitamin D bei urämischen Patienten - der Auslöser für die Entstehung eines sekundären Hyperparathyreoidismus (sHPT) sein könnte. Der sHPT ist eine häufige Begleiterkrankung der chronischen Niereninsuffizienz, die ebenfalls mit vaskulären Verkalkungen sowie Verkalkungen des Weichteilgewebes und einer erhöhten Mortalität einhergeht. Eine möglichst frühe Erkennung und Behandlung, bestenfalls eine sHPT-Prävention, ist daher erforderlich. Dabei wird zukünftig die Phosphatkontrolle einen zentralen Stellenwert einnehmen, so die einhellige Meinung der Teilnehmer des 6. Interaktiven Experten-Forums in Frankfurt.

Literatur