Rofo 2010; 182 - VO405_4
DOI: 10.1055/s-0030-1252883

MRT-geführte kardiale Interventionen mit MR-sicheren Führungsdrähten und Kathetern zur Erprobung klinischer Anwendungen

GA Krombach 1, A Tzifa 2, N Krämer 1, S Krüger 3, A Schütte 4, C Schwartz 1, A Buhl 1, RW Günther 1, R Razavi 2
  • 1Klinik für Radiologische Diagnostik, Universitätsklinikum Aachen, RWTH-Aachen, Aachen
  • 2King's College London BHF Centre, Division of Imaging Sciences, NIHR Biomedical Research Centre at Guy's & St Thomas', London
  • 3Philips Research Europe, Division Imaging Systems and Intervention, Hamburg
  • 4Fraunhofer Institut für Produktionstechnologie, Aachen

Ziele: Ziel dieser Studie war die Durchführung MRT-gesteuerter einfacher Interventionen zur Behandlung kongenitaler Herzvitien unter Einsatz MRT-kompatibler Führungsdrähte und Katheter. Methode: 20 Interventionen wurden MRT-gesteuert unter Einsatz eines MRT-sicheren Führungsdrahtes und zweier verschiedener Ballonkatheter bei insgesamt 5 Haussschweinen durchgeführt. Hierunter fielen die Valvuloplastie der Aortenklappe und der Pulmonalklappe, Dilatation der Aorta descendens in Höhe des Ductus arteriosus Botalli und von Seitenästen der Pulmonalarterien. Weiterhin wurde die linke Koronararterie unter Einsatz des Führungsdrahtes und eines nicht metallverstärkten Katheters 10-mal sondiert. Die Interventionen wurden mittels einer Echtzeit-true-FISP Sequenz unter interaktiver Anpassung der Schichtorientierung und -position überwacht. Nach Abschluss der Interventionen wurden die Tiere getötet und auf Verletzungen des Herzens und der Gefäße untersucht. Ergebnis: Alle Interventionen konnten ohne Komplikationen durchgeführt werden. Die Instrumente waren gut und artefaktfrei auf den Echtzeit-Aufnahmen abgrenzbar, so dass alle anatomischen Landmarken und die Zielregionen gut sichtbar waren. Autoptisch waren keine Verletzungen des Myokards oder der Gefäße und Klappen zu verzeichnen. Schlussfolgerung: Die hier vorgestellte Studie belegt die Durchführbarkeit einfacher MRT-geführter endovaskulärer Interventionen zur Behandlung angeborener Herzvitien unter Einsatz von MRT-sicheren und –kompatiblen Drähten und Kathetern.

Korrespondierender Autor: Krombach GA

Klinik für Radiologische Diagnostik, Universitätsklinikum Aachen, RWTH-Aachen, Pauwelsstraße 30, 52074 Aachen

E-Mail: krombach@rad.rwth-aachen.de