Rofo 2009; 181 - VO404_1
DOI: 10.1055/s-0029-1221600

Periphere MRA mit einem Blutpool-Kontrastmittel: Vergleich der alleinigen First Pass-MRA mit der kombinierten First Pass und Blutpool-MRA

T Albrecht 1, BC Meyer 2, B Frericks 2, M Taupitz 3, A Hupperz 2, T Nentwig 2, KJ Wolf 2
  • 1Vivantes-Klinikum Neukölln, Institut für Radiologie und interventionelle Therapie, Berlin
  • 2Campus Benjamin Franklin – Charité
  • 3Charité Campus Mitte, Radiologie

Ziele: Vasovist (Bayer Schering) ist ein Blutpool-Kontrastmittel für die MRA. Zusätzlich zur konventionellen First Pass (FP) MRA in der arteriellen Phase erfolgt mit diesem KM die Akquisition hoch aufgelöster Steady State (SS) Bilder während der Blutpoolphase. Ziel unserer prospektiven Studie war der intraindividuelle Vergleich der FP-MRA kombiniert mit SS-Bildgebung im Vergleich zur alleinigen FP-MRA mit Vasovist im Hinblick auf die diagnostische Beurteilbarkeit der arteriellen Segmente unter- und oberhalb des Knies. Methode: Bei 82 Patienten mit pAVK erfolgte zunächst eine „step by step“ FP-MRA (9ml Vasovist @ 1ml/s sowie 30ml Kochsalzlösung @ 0,5ml/s) mit einem 1,5T Scanner (Avanto, Siemens) und 3D T1w-Sequenzen mit einer Voxel-Größe von 0,9×0,9×1,5mm. Anschließend erfolgte die hoch auflösende SS-Bildgebung bei 0,65×0,65×0,65mm Voxelgröße. Ein verblindeter externer Beobachter beurteilte zunächst nur die FP-MRA und anschließend die kombinierte FP+SS-MRA. Ergebnis: Es wurden 820 Unterschenkelsegmentarterien beurteilt. In der First Pass-MRA wurden 97,6% dieser Segmente als diagnostisch eingeschätzt, diese Rate konnte durch FP+SS 99,2% gesteigert werden (p<0,05). Oberhalb des Knies waren in der FP-MRA 97% der 403 arteriellen Segmente diagnostisch, für FP+SS erreichte dieser Wert 100% (p<0,05). In 9,6% der Segmente ergab die SS-Bildgebung zusätzliche diagnostische Informationen (bessere Beurteilbarkeit der Stenosemorphologie oder des Lumens im Stent). Ergebnisse eines zweiten Beobachters werden vorgestellt. Schlussfolgerung: Die Kombination aus FP+SS-MRA mit Vasovist ergab eine volle diagnostische Beurteilbarkeit von 99,2% der Unterschenkelarteriensegmente und 100% der Arterien oberhalb des Knies. Der zusätzliche Einsatz der SS-Bildgebung erhöhte die Anzahl der als diagnostisch beurteilbaren Segmente bei einem relativ geringen, aber statistisch signifikanten Anteil. In knapp 10% ergaben sich außerdem zusätzliche diagnostische Informationen.

Korrespondierender Autor: Albrecht T

Vivantes-Klinikum Neukölln, Institut für Radiologie und interventionelle Therapie, Rudower Str. 48, 12354 Berlin

E-Mail: thomas.albrecht@vivantes.de