Praxis Handreha 2024; 05(01): 1-2
DOI: 10.1055/a-2164-5687
Editorial

Editorial

Annika Abend
,
Ben Schacher
,
Nora Meyer
,
Marc Maegele

Liebe Lesende,

unser wichtigstes Werkzeug im Alltag sind unsere Hände. Was diese so besonders macht, sind ihre opponierbaren Daumen. Sie sind ein wunderbares Greifwerkzeug, das uns viele Möglichkeiten eröffnet. Doch was passiert, wenn wir einen Daumen zu oft benutzen oder gar überlasten? Durch den stetig zunehmendem Medienkonsum, insbesondere die häufige Nutzung von Smartphones, hat dieses Phänomen mittlerweile sogar einen Namen: der Handydaumen.

In diesem Heft stellen wir Ihnen nicht nur Auswirkungen und Behandlungsmöglichkeiten des Handydaumens vor. Neben solchen Überlastungssyndromen gibt es auch traumatische Ereignisse, die die Motorik des Daumens einschränken können. Auf den folgenden Seiten informieren wir Sie zudem über Frakturen aufgrund von Unfällen und (traumatische) Amputationen. Ohne den Daumen gestaltet sich die Nutzung der Hand deutlich schwerer. Zum Glück gelingt es spezialisierten Hand- und plastischen Chirurg*innen mittlerweile, einen Fußzeh zu transplantieren und damit einen „neuen“ Daumen für die Hand zu konstruieren. Im Interview erfahren Sie, wie dieser Transfer stattfindet, welche Erfolgsaussichten Patient*innen dadurch haben und wie der Fuß ohne Zeh anschließend funktioniert.

Unsere Autor*innen beschäftigen sich in diesem Heft auch mit Streck- und Beugesehnenrupturen, die Therapeut*innen häufig begegnen. Durch die dreidimensionale Beweglichkeit des Daumens muss beim Schienenbau auf Kleinigkeiten geachtet werden, damit auch die richtige Sehne entlastet wird und Patient*innen das bestmögliche Ergebnis nach Sehnenrekonstruktion erwarten können. Nach Kapsel-Band-Läsionen am Daumen ist die Funktion ebenfalls nicht immer einfach wiederherzustellen. Der „Skidaumen“ beschreibt die Ruptur des ulnaren Kollateralbandes des Daumengrundgelenks. Aufgrund seiner Stärke braucht der Daumen aber optimale Stabilität für größtmögliche Mobilität.

Mit dieser ersten Ausgabe 2024 möchte ich mich Ihnen als neue Mitherausgeberin der Praxis Handreha vorstellen. Ich bin Physiotherapeutin aus Berlin mit den Weiterbildungen als zertifizierte Manualtherapeutin, Handtherapeutin und CMD-Therapeutin. Seit 2 Jahren schreibe ich bereits Artikel für diese Zeitschrift und freue mich umso mehr, das Team der Praxis Handreha nun auch als Herausgeberin unterstützen zu können.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Ihre

Annika Abend

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Schreiben Sie uns an: praxis.handreha@thieme.de.
Wir freuen uns auf Ihre Post.



Publication History

Article published online:
02 January 2024

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