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DOI: 10.1055/a-2002-4919
Embolisation eines Bronchialarterienaneurysmas zur Behandlung signifikanter Hämoptysen bei Cystischer Fibrose: Ein Case Report
Embolisation of a bronchial artery aneurysm to treat significant hemoptysis in cystic fibrosis: a case reportEinführung
Hämoptysen sind mit einer jährlichen Inzidenz von 0,2% bei hospitalisierten Patienten ein selteneres, aber durchaus ernstzunehmendes Symptom. Die Mortalität beträgt bei massiven Hämoptysen 50–100% und bedeutet für den Patienten eine potenziell lebensbedrohliche Situation [Ittrich H et al. Dtsch Arztebl 2017; 114:371–381]. Die Cystische Fibrose wird in 6,8% der Fälle als Ursache für Hämoptysen geführt und 4% aller Patienten mit Cystischer Fibrose erleiden innerhalb von 10 Jahren Hämoptysen [Vidal et al. J Vasc Interv Radiol 2006; 17:953–958]. Der zugrunde liegende Pathomechanismus des gehäuften Auftretens von Hämoptysen bei Cystischer Fibrose ist dabei noch nicht abschließend geklärt. Diskutiert wird, dass aufgrund einer chronischen Entzündung sowie der bestehenden Hypoxie neoangiogenetische Wachstumsfaktoren ausgeschüttet werden [Monroe EJ et al. Radigraphics 2018; 38:624–641], welche eine Proliferation der Bronchialarterien anregen. Die übermäßige Proliferation der Arterien kann zur Elongation oder auch zur Bildung von Bronchialarterienaneurysmata führen. Der Goldstandard in der Therapie akut lebensbedrohlicher und chronisch rezidivierender Hämoptysen ist heutzutage die Bronchialarterienembolisation [Monroe EJ et al. Radigraphics 2018; 38:624–641]. Im aktuellen Fallbericht wird das diagnostische Management von akuten Hämoptysen und therapeutische Strategien, insbesondere die Bronchialarterienembolisation, diskutiert.
Publikationsverlauf
Eingereicht: 08. Juni 2022
Angenommen nach Revision: 20. Dezember 2022
Artikel online veröffentlicht:
01. Februar 2023
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