Notfallmedizin up2date 2023; 18(03): 245-250
DOI: 10.1055/a-2001-4284
Schritt für Schritt

Reposition großer Gelenke: Hüfte, Knie, Patella – Schritt für Schritt

Peter Melcher
,
Christian Kleber
,
Philipp Pieroh

Die Luxationen von Gelenken stellen traumatologische Notfälle dar. Um Folgeschäden zu vermeiden, erfordern sie eine fachgerechte und zeitnahe Versorgung. Die Erstbehandlung des luxierten Glenohumeralgelenks [1] sowie von Ellenbogen und oberem Sprunggelenk [2] ist bereits an gleicher Stelle dargestellt worden.

Vor jeder Reposition beachten
  • Prüfung von Durchblutung, Motorik, Sensibilität (pDMS)

  • Ausschluss von Luxationsfrakturen (in der Regel radiologisch)

  • Repositionsindikation laut Polytrauma/Schwerverletztenversorgung-Leitlinie [4]:

    • Stark blutende Verletzungen der Extremitäten, welche die Vitalfunktion beeinträchtigen können, sollen mit Priorität versorgt werden.

    • Die Versorgung von Verletzungen der Extremitäten soll weitere Schäden vermeiden und die Gesamtrettungszeit beim Vorliegen weiterer bedrohlicher Verletzungen nicht verzögern.

    • Grob dislozierte Frakturen und Luxationen sollten, wenn möglich und insbesondere bei begleitender Ischämie der betroffenen Extremität/langer Rettungszeit, präklinisch annähernd reponiert werden.



Publikationsverlauf

Artikel online veröffentlicht:
26. September 2023

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