Pädiatrie up2date 2022; 17(04): 305-318
DOI: 10.1055/a-1879-6543
Neonatologie

Impfungen bei Risikoneugeborenen und -säuglingen

Lukas Galow
,
Jakob Armann
,
Reinhard Berner

Dieser Beitrag legt dar, bei welchen Indikationen Kinder über die Standardimpfungen hinausreichende Impfungen erhalten sollten und wann vom STIKO-Standard abgewichen werden sollte. Nach der Lektüre sind Sie in der Lage, einen Impfplan für Frühgeborene gemäß den aktuellen Empfehlungen zu erstellen, und können einschätzen, ob und gegen welche Erreger ein Kind mit Immundefizienz oder unter Immunsuppression geimpft werden sollte.

Kernaussagen
  • Die Grundimmunisierung im 1. Lebensjahr umfasst Impfungen gegen Rotaviren, Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Poliomyelitis, Haemophilus influenzae Typ b, Hepatitis B (DTaP-IPV-HBV-Hib), Pneumokokken, Mumps, Masern, Röteln, Varizellen, Meningokokken C und humane Papillomaviren.

  • Die Empfehlungen der STIKO werden mindestens 1-mal jährlich aktualisiert und im Epidemiologischen Bulletin und auf den Internetseiten des RKI frei zugänglich veröffentlicht.

  • Kontraindikationen für Impfungen im Säuglingsalter sind eine Ausnahme, in aller Regel dürfen auch Kinder mit Grunderkrankungen geimpft werden.

  • Insbesondere Kinder mit chronischen Erkrankungen, Immundefekten oder nach Frühgeburtlichkeit profitieren von einem ausreichenden Impfschutz.

  • Bei Patienten mit Kontraindikationen für Impfungen ist der ausreichende Impfschutz aller Kontaktpersonen von entscheidender Bedeutung.



Publication History

Article published online:
12 December 2022

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