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DOI: 10.1055/a-1315-1331
Chirurgische Aspekte der Gentherapie von Netzhautdystrophien
Article in several languages: English | deutsch

Zusammenfassung
Erbliche Netzhautdystrophien (engl. inherited retinal dystrophies, IRD) wurden bereits von Franz Donders und Albrecht von Graefe diagnostiziert und waren seitdem Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Auseinandersetzung. Dennoch hat es 100 Jahre gedauert, bis mit der Gentherapie eine kausale Therapie heranreifte: Die Zulassung von Voretigen Neparvovec (VN) zur Behandlung erblicher Netzhautdystrophien aufgrund von RPE65-Mutationen war somit ein bedeutsamer Meilenstein – für die Ära der personalisierten Medizin insgesamt und die Augenheilkunde im Besonderen. Die Indikationsstellung, Behandlung und Nachsorge rund um gentherapeutische Anwendungen sind komplex und erfordern eine Zusammenarbeit verschiedener Experten. In diesem Artikel werden die Anforderungen, Herausforderungen, Lösungsansätze und offene Fragen zu den chirurgischen Aspekten der Gentherapie von Netzhautdystrophien beschrieben. Im 1. Teil wird der Standard zur chirurgischen Behandlung skizziert. Ausgehend von diesem Standard werden für die einzelnen Schritte Alternativen aufgezeigt und deren Stellenwert diskutiert. Es werden offene Fragen definiert, deren Lösung zu einer optimierten Anwendung führen sollen; ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen bildet den Schlusspunkt.
Publication History
Received: 15 November 2020
Accepted: 20 December 2020
Article published online:
22 February 2021
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