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DOI: 10.1055/a-0973-2550
Kognitive Verhaltenstherapie bei affektiven Störungen


Affektive Störungen zählen zu den häufigsten psychischen Störungsbildern. Aktuellen Schätzungen zufolge sind 4,4 % der Gesamtbevölkerung an Depressionen erkrankt. Dabei zählen affektive Erkrankungen zu den führenden Gründen für eine globale Beeinträchtigung, was die Notwendigkeit wirksamer Behandlungsansätze unterstreicht [1].
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Hohe Prävalenzraten sowie starke funktionale Beeinträchtigungen im Bereich der affektiven Störungen signalisieren die Notwendigkeit wirksamer Behandlungsansätze.
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Zahlreiche Studien belegen, dass die KVT wirksam bei uni- und bipolaren Störungen in allen Altersgruppen und allen Schweregraden als Einzel- oder Gruppentherapie eingesetzt werden kann.
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Das Rational der KVT wird durch verstärkungstheoretische und kognitionspsychologische Theorien begründet. Es besteht ein wechselseitiger Zusammenhang zwischen Gedanken, Verhalten und Gefühlen.
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Zu den Behandlungselementen einer KVT bei affektiven Störungen zählen die störungsspezifische Psychoedukation, Verhaltensaktivierung, kognitive Interventionen, der Aufbau verschiedener Fertigkeiten zur Kompetenzerweiterung sowie eine Rezidivprophylaxe.
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Rezidivierende depressive Störungen profitieren vom Einsatz achtsamkeitsbasierter Ansätze.
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Chronische Depressionen bedürfen aufgrund verstärkter interpersoneller Schwierigkeiten einer besonderen Behandlung, z. B. mittels CBASP.
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In der Behandlung bipolarer Störungen spielt neben einer stimmungsstabilisierenden Dauermedikation die psychotherapeutische Rezidivprophylaxe eine besonders große Rolle.
Publication History
Article published online:
15 September 2020
© Georg Thieme Verlag KG
Stuttgart · New York